Paarbeziehung und Elternschaft

  • Paarberatung, Eheberatung, Erziehungsberatung

sollten sich nicht ausschließen

Ein häufiges Problem der Elternschaft stellt der schrittweise Verlust der Paarbeziehung dar. Das Baby benötigt die volle Aufmerksamkeit seiner Eltern. Diese sind dann so von den sich ständig wandelnden Bedürfnissen des Kindes absorbiert, dass sie dabei die Pflege ihrerPaarbeziehung aus den Augen verlieren, auch wenn die anstrengendste Zeit schon vorbei ist.

Das Kind steht im Mittelpunkt und das Elternpaar benutzt sich auch noch gegenseitig als Babysitter um die Kontakte außerhalb der Familie wenigstens alleine zu pflegen. Beim Thema Babysitter zum gemeinsamen Ausgehen gibt es häufig den großen Aufschrei: „ich kann doch mein Kind keinem Fremden anvertrauen“, oder: „wir haben kein Geld für einen Babysitter“. Dies stellt eine Vermeidung dar: entweder die unbewusste Angst selbst abkömmlich zu sein, die Kontaktvermeidung mit dem eigenen Partner, oder das Misstrauen anderen Menschen gegenüber. Letzteres liegt oft in der eigenen Kindheit begründet.  

Die Kontaktvermeidung geht nur scheinbar von Einem der beiden Partner aus. Häufig existieren unbewusste Vereinbarungen des Paares gemeinsam schwierige Themen auszuklammern. Um folgende unbearbeitete Probleme könnte es sich dabei handeln: schwierige Kommunikation, unerfüllte Sexualität, verschiedene Lebensziele, strittige Haushaltsplanung, unterschiedliche Vorstellungen von Kindererziehung, Unzufriedenheit im Umgang mit Freunden oder Verwandten usw. Der Berg der unerledigten gemeinsamen Themen scheint irgendwann unüberwindbar und wird deshalb erst recht weggeschoben. Dann hilft nur noch eine Eheberatung oder Paartherapie. 

Erfahrene Babysitter sind erholter und unvoreingenommener als man selbst und stellen damit eine Bereicherung für die ganze Familie dar. Alleine die Tatsache ein Kind zu haben, bedeutet noch lange nicht, deshalb Spezialist in Erziehungsfragen zu sein.