Liebe ist

  • Paarberatung, Eheberatung, Lebensberatung

für jeden etwas Anderes

Den Satz: „ich liebe dich“ hat wohl jeder schon ausgesprochen und trotzdem stecken unterschiedliche Gefühle dahinter. Von Mutterliebe oder Nächstenliebe einmal ganz abgesehen. Es gibt z.B. die hoffnungsvolle oder die verzweifelte Liebe, die reife Liebe oder die frische Verliebtheit, die unerfüllte oder die erwiderte Liebe, die Hassliebe, die bewundernde Liebe, die fordernde oder die aufopfernde Liebe, die idealisierende oder die bewusste Liebe, die unterwürfige oder dominante Liebe, die begrenzte oder die unerschöpfliche Liebe. Manchmal kann man erst mit einigem Abstand sagen um welche Form der Liebe es sich handelt.

Paare versichern sich oft gegenseitig sich zu lieben und damit scheint die Welt dann wieder in Ordnung zu sein. Man hat ja noch Gefühle füreinander. Niemand käme auf die Idee den Anderen zu fragen wieer einen dennliebt. Die Antwort wäre vermutlich auch nicht immer zufriedenstellend. Eine Klientin erwiderte auf diese Frage: sie liebe ihren Mann konstant auf niedrigem Niveau. So genau wollte er es dann aber auch nicht wissen, obwohl es bestimmt sehr aufschlussreich war.

Liebe kann sich manchmal auch negativ auf den Partner auswirken. Ist z.B. Liebe bei jemandem unangenehm besetzt, so können sich in dessen Liebesbeziehungen regelrechte Dramen abspielen, ohne dass dieser das möchte. Hierfür spielt die frühkindliche Prägung eine wesentliche Rolle. Sie legt den Grundstein für alle späteren Beziehungen. Die erste und damit prägendste Liebesbeziehung ist die zwischen Mutter und Säugling. Die Intensität dieser Beziehung gleicht der einer ersten Verliebtheit. Die positiven Erfahrungen und die Verletzungen, die in diesem ersten Lebensjahr passieren können, treffen einen für alles offenen Säugling natürlich ungleich intensiver als einen verliebten Erwachsenen. Dieser kann sich notfalls zurückziehen, während das Baby total ausgeliefert ist.

Die Mutter kann sich dem Baby aber nur ihren eigenen Möglichkeiten entsprechend zuwenden. Im Idealfall ist ihr Kind für sie positiv besetzt und sie richtet sich danach, was das Baby von ihr braucht, um es ihm gerne zu geben. Das erfordert allerdings ein gewisses, von sich selbst losgelöstes Einfühlungsvermögen. Natürlich spielt auch der Vater zunehmend eine wichtige Rolle für das Kind. Ein derart positiv geprägtes Kind hat es dann als Erwachsener in einer Liebesbeziehung wesentlich einfacher als jemand, der mit weniger Glück in der Kindheit gesegnet wurde.