Hochzeitsmythen

12.09.2009

Gabriele Leipold als Expertin bei Pro7 in "Galileo" zum Thema "Hochzeitsmythen" am 09.09.09, 19 Uhr 05

Folgende Mythen wurden aufgeklärt:

Die Ehe macht dick

Laut Statistik sind bei den Männern die 15-40 jährigen und die über 65 jährigen dicker. Dieses betrifft aber nur in der Minderheit verheiratete Männer. Bei den Frauen sind nur die 15-40 jährigen betroffen und damit ebenfalls nur die wenigsten verheirateten Frauen. Dies führt zu dem Schluss, dass nicht die Ehe am dick sein schuld ist. (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, München)

In der Ehe gibt es weniger Sex

Die Hochzeit beflügelt zuerst die Paare und sie haben mehr Sex als vorher. Zwei Jahre nach der Heirat sinkt dann die Sexfrequenz deutlich ab, und pendelt sich dann nach einigem Auf und Ab auf einem niedrigeren Niveau ein. Paare mit sehr kleinen Kindern haben jede zweite Woche einmal Sex, andere Paare etwas öfter. Glücklicherweise gibt es immer wieder Highlights mit ausgeprägter Lust miteinander z.B. im Urlaub oder beim Wiedersehen nach Dienstreisen.

Ehe macht sprachlos

Aus einer amerikanischen Studie geht hervor, dass Paare nach zwei Jahren Ehe nicht länger als 4 Minuten miteinander sprechen. Dabei handelt es sich um Gespräche über wesentliche Themen, Organisatorisches ist nicht eingeschlossen. Dies trifft nach meiner eigenen Praxiserfahrung auch auf deutsche Paare zu. Ehepartner glauben irrtümlicherweise nach einiger Zeit des Zusammenseins sich schon alles gesagt zu haben. Dadurch verpassen sie den Anschluss zueinander.

Ehepaare leben länger

Laut einer Untersuchung des Rostocker Zentrums zur Erforschung des demografischen Wandels von 2008 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung einer unverheirateten Frau 82,3 Jahre, verheiratete Frauen dagegen werden nur 77 Jahre alt. Die männliche Lebenserwartung beträgt egal ob verheiratet oder ledig 77 Jahre. (Siehe mein aktueller Beitrag dazu vom 08.08.09: „Die reduzierte Lebenserwartung der verheirateten Frau“)