Die folgenden Hinweise und Tipps, was man tun oder unterlassen sollte, damit eine Ehe gut gelingt, stellen nicht einen quasi konservativen Kanon dar und sind auch nicht alle aus ethischen, moralischen oder psychologisch-wissenschaftlichen Grundsätzen abzuleiten, sondern entstammen einfach dem Erfahrungsschatz meiner mehr als 20 jähriger Tätigkeit als Eheberaterin und dem vieler meiner Kollegen. Man kann natürlich gegen den einen oder anderen Punkt „verstoßen“, wogegen auch ich nicht gefeit bin, aber je mehr Punktezusammenkommen, desto schwieriger wird es dann, wenn der Alltag beginnt oder Krisen auftreten, und die bleiben in keiner Ehe aus. Sobald die Position eines Mannes in der Ehe oder Langzeitbeziehung geschwächt ist gerät die Partnerschaft aus dem Gleichgewicht. Archaische Grundmuster spielen im Unbewussten der Menschen nach wie vor eine sehr wichtige Rolle.
Name: Bei der Eheschließung sollte die Frau den Namen des Mannes annehmen. Falls sie einen Doppelnamen wählt, signalisiert sie damit die mangelnde Loslösung von ihrer Herkunftsfamilie. Nimmt der Mann den Namen der Frau an, ordnet er sich symbolisch gesehen damit der Frau unter. Dies schwächt seine Position in der Partnerschaft.
Bildungsstand: Ein ähnliches Bildungsniveau der Partner ist wünschenswert. Der Mann darf einen höheren Bildungsstand haben als seine Frau, im umgekehrten Fall leidet die Beziehung darunter.
Alter: Man geht bei Frauen von einem physischen und psychischen Altersvorsprung von mindestens zwei Jahren aus. Ist sie auch noch um einiges älter als der Mann, erlebt er sie nach der ersten Verliebtheit unbewusst als seine Mutter. Ist der Mann hingegen eine Generation älter, übernimmt er die Elternrolle.
Finanzen: Besitzt oder verdient die Frau deutlich mehr Geld als der Mann, führt dies auf Dauer zu seiner Verunsicherung, bis hin zu Potenzproblemen mit ihr. Getrennte Kassen nach der Eheschließung symbolisieren mangelndes Zusammengehörigkeitsgefühl und Misstrauen.
Wohnsitz: Der Mann sollte nicht zum Wohnort und nicht in die Wohnung der Frau ziehen. Am besten sucht sich das Paar gemeinsam eine neue Wohnung. Falls nur die Wahl zwischen der Stadt des Mannes und ihrer Heimat besteht, sollte die Stadt des Mannes den Vorrang erhalten. Eltern oder Schwiegereltern im gleichen Haus gefährden auch bei größtem Verständnis auf Dauer jede Partnerschaft.
Hausmann: Das männliche Selbstwertgefühl leidet und die Frau verliert auf Dauer den Respekt vor ihrem Mann, falls er „nur“ Hausmann ist.
Gemeinsame Zukunft: Nach einem Jahr Partnerschaft werden die Weichen für die gemeinsame Zukunft gesetzt (Zusammenziehen, Heirat, Familienplanung oder gemeinsame Projekte), falls dies nicht der Fall ist, hat die Beziehung keine Zukunft.