Getrennte Schlafzimmer

01.11.2008

das Ende einer Ehe?

In den ersten Jahren des Zusammenlebens kann das Bett gar nicht schmal genug sein. Das Liebespaar schläft eng zusammengekuschelt ein und es reicht sogar eine Zudecke. Diese Nähe halten die meisten Menschen nicht jahrelang aus. Im Laufe der Zeit entwickelt jeder Eigenheiten rund um den Schlaf, die für den Partner manchmal nur schwer zu ertragen sind. Deshalb legen sich reifere Paare (das kann schon in den Vierzigern beginnen) zwei Schlafzimmer zu. Gerade für junge Leute sieht das jedoch nach dem Anfang vom Ende aus.

Leider ist bei manchen Ehepaaren das Bett der einzigste Ort wo Sie sich treffen. Manchmal allerdings nur schlafend. Fällt dann auch noch das gemeinsame Schlafzimmer weg, so bleibt nicht mehr viel übrig. Deshalb zwingen sie sich aller störender Faktoren zum Trotz weiterhin nebeneinander zu schlafen.

Jeder Mensch pflegt Rituale im Zusammenhang mit dem Schlaf. Manche lesen bis sie einschlafen, andere gehen mehrmals pro Nacht zur Toilette oder etwas trinken, oder, was sich besonders störend auf den Schaf des Partners auswirkt, sie schnarchen. Gerade letzteres kommt vor allem bei Männern ab 40 gehäuft vor und führt nicht selten zu nächtlichen Konflikten. Die Frau fühlt sich am nächsten Tag gerädert, und ähnlich übermüdet wie in den ersten Monaten mit einem Säugling. Legt sie sich dann ins Gäste- oder Wohnzimmer zum Schlafen, empfindet er es als Strafe und sie hat ein schlechtes Gewissen.

Damit die Nähe in der Beziehung trotz getrennter Schlafzimmer nicht verloren geht, kann das Paar sich abends gegenseitig ins Bett begleiten und den Anderen in seinem Schlafbereich besuchen. Man ist sich körperlich nah, ohne einander den Schlaf zu rauben. Die Routine des Nebeneinander-schlafen- müssens wird dadurch aufgehoben.